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SEB / Ulmenrinde
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SEB - Ulmenrinde - Slippery Elm Bark - finden Sie im Shop von Lilly´s Bar.

Die Ulmenrinde gilt als bekannte Futterergänzung in der Rekonvaleszenzzeit bei Katzen, Hunden und Frettchen.
Slippery Elm Bark (kurz genannt SEB) ist auch unter dem lateinischen Namen Ulmus fulva (rubra) bekannt.
SEB wirkt z.B. auch lindernd bei Magen- und Darmschleimhautproblemen.


Verwendet wird die innere Rinde der amerikanischen Rotulme, welche sehr weich ist und Polysaccharide enthält.
Diese Polysaccharide sind für die Schleimbildung verantwortlich, so dass die gemahlene Rinde in Verbindung mit Wasser den Ulmenrindenbrei bildet.

Erklärung zu Polysaccharide:
Polysaccharide sind Kohlehydrate, die aus einer Vielzahl von Einfachzuckern (Monosacchariden) bestehen.
Schleimstoffe aus höheren Pflanzen sind Gemische von Heteropolysacchariden mit verzweigten Ketten, die mit Wasser kolloidale (große Mengen an Wasser werden gebunden und sorgen für eine Volumensubstitution) und hochviskose (d.h. nicht dünn wie Wasser, sondern eher zäh wie flüssiger Honig) Lösungen bilden.

Herkunft und Verarbeitung der Ulmenrinde:
Slippery Elm Bark ist ein aus Nordamerika stammender Baum. Die Rotulme wächst überwiegend in Süd-Nordamerika, Norddakota, Kanada, in den niedrigeren Teilen Michigans, oder Appalachen-Berggebieten im Osten Nordamerikas und im Westen von Texas.

Die innere Rinde wird im Frühjahr vom Stamm der Bäume (die mindestens 10 Jahre alt sind) getrennt, in großen Hallen viele Monate getrocknet, danach pulverisiert und für den Handel verpackt. Das Holz wird entsorgt.

Aussehen/Geschmack der amerikanischen Rotulme:
Ulmenrinde sollte eine grau-braune Farbe haben, nur dann ist sie rein und nicht vermischt mit Mehlen oder Streckungsmittel.

Die Ulmenrinde schmeckt mild bis bitter und süßlich und kann äußerlich, sowie innerlich angewendet werden.

Zusammensetzung von SEB:
Der Hauptbestandteil der Ulmenrinde ist Schleim, der im Bast und der inneren Rinde enthalten ist. Dieser Schleim ist dem sehr ähnlich, der auch im Leinsamen gefunden wird. Alle anderen Bestandteile sind sehr gering (0,002 %), da die Ulme auf sehr kargen Böden wächst.

[Das Landesamt für Ernährung und Jagd (zuständige Behörde des Futtermittelgesetzes und der Futtermittelverordnung) schreibt bei Pflanzen die Angabe des Rohprotein- und Rohfaseranteils vor. Somit wurde Slippery Elm Bark in einem Analysenlabor getestet. Aus diesem Grunde unterliegen zumindest die nachfolgenden Rohprotein- und Rohfaser-Angaben dem Copyright. Ich bitte, dies zu berücksichtigen.]Inhaltsstoffe:
Inhaltsstoffe: ~Rohprotein 2,9%, ~Rohfaser 47,6%
(Ulmenrinde ist ein Naturprodukt. Die genannten Analysenwerte unterliegen natürlichen Schwankungen)
Weitere Zusammensetzung:
Pentosan, Methylpentosan, Hexosan (Zuckermolekül-Verbindungen), Polyuronid (Pektin), Gerbsäuren (3 %), Stärke, Mineralien, Cholesterin, Moos, Calciumoxalat; ferner Fettsäuren, wie z.B. Caprylic Acid, die bei der Anwendung Pilzbefall verhindern (Candidapilz) können.

Da der Ulmenrindenschleim die Knochen und Gelenke schmiert, Abfallstoffe in allen Bereichen des Körpers (Darm etc.) erfasst und hilft auszuscheiden, kann die Ulmenrinde ebenfalls entschlackend wirken.

In neueren Studien wurde herausgefunden, dass Slippery Elm Bark auch Antioxidantien enthält, die eine positive Auswirkung auf die Nieren haben können.

Dosierungsvorschläge Ulmenrinde:
Innerliche Anwendung
Ca. 1-2 Messlöffel (entspricht ca. 1/3 Teelöffel, ca. 300-400mg) SEB in eine 5ml-Spritze mit lauwarmen Wasser vermischen und der Katze bei Bedarf eingeben. SEB kann als reines Naturprodukt in diesem Sinne nicht überdosiert werden, deshalb kann diese Mischung bis zu 6mal täglich gegeben werden. Die wichtigste Gabe ist die vor dem Schlafengehen, damit der Magen auch über Nacht beruhigt wird.

Wenn Ihre Katze z.B. Magenprobleme hat, verabreichen Sie ihr am Besten eine halbe Stunde vor der Futtergabe oben genannten Ulmenrindenbrei, da dieser eine schützende Schicht um die Magenwände legt und so beruhigend auf die Schleimhaut wirkt. Viele Katzen, die eine Nierenerkrankung (z.B. CNI) haben, leiden an Übelkeit und Magenübersäuerung. Hier hat sich Slippery Elm Bark schon oft bewährt. Bei Geschwüren oder Entzündungen im Maul wirkt der Ulmenschleim ebenfalls lindernd. Als Nebeneffekt hat die Aufnahme von SEB auch bei trockenem und schuppigen Haut- und Haarkleid eine positive Wirkung.

Sirup Rezept:
1-1,5 TL SEB in einer Tasse mit kaltem Wasser verrühren. In einem Stahltopf zum Kochen bringen und dabei ständig weiterrühren (kein Aluminium Gefäß benutzen).
Nach kurzem Aufkochen, die Hitze reduzieren und dabei ständig weiter rühren bis die
Flüssigkeit sich verdickt. Abkühlen lassen.
Dosierung: 0,25-0,5 TL 4 mal am Tag.
Der Sirup hält bei Raumtemperatur einen Tag,im Kühlschrank 5 Tage

Äußerliche Anwendung
Äußerlich angewendet kann die gemahlene Ulmenrinde (vermischt mit ein wenig kaltem Wasser), als "Umschlag" für Wunden, Ausschläge verwendet werden. Die Ulmenrinde bildet einen natürlichen "Verband", der nach einigen Stunden mit Wasser einfach wieder entfernt werden kann.

Allgemeine Informationen zu Slippery Elm Bark:
Es gibt sehr wenig Informationen zu Slippery Elm Bark auf wissenschaftlicher Basis.

- Nahrhaft (Versorgung mit spezifischen Nährstoffen)

- lindernd/beruhigend (z.B. Magen/Darm-Schleimhaut)

- adstringierend (d.h. allg. zusammenziehendes Mittel, welches auf Schleimhäute und Wunden durch Eiweißfällung abdichtend und reizmildernd wirkt, damit die Geschmackempfindung einschränkt und ferner die Sekretion der Verdauungsdrüsen hemmt)

- schleimbildend

Einige Einsatz-Beispiele:
- Linderung von Geschwüren im Mund/Maul
- Linderung bei Zahnschmerzen
- Linderung bei Übersäuerung, Erbrechen, Magenschleimhautentzündungen, Durchfall, Verstopfung, Koliken, Husten, Bronchitis etc.

Nebenwirkungen/Wechselwirkungen Ulmenrinde:
Es gibt keine bekannten Nebenwirkungen der Ulmenrinde.

Jedoch kann die Einnahme des Ulmenrindenschleims die Absorption von z.B. Medikamenten verhindern. Darum wird empfohlen, mindestens eine halbe Stunde Abstand zwischen Aufnahme von Ulmenrinde und Medikamenten und auch Futter einzuhalten.

Bei Hautumschlägen kann es zu allergischen Symptomen kommen. Falls dies eintreten sollte, ist die Ulmenrinde nicht mehr äußerlich anzuwenden.

Die Informationen über Slippery Elm Bark wurden aus Literatur und Internet zusammengestellt und zusammengefasst. Sie ersetzen keinesfalls eine notwendige, medizinische Behandlung Ihres Tierarztes.
Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass Sie sich selbst informieren.

© by Simone Wurth